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Probleme mit sich setzenden Zylinderlaufbüchsen,
hier am Beispiel KAWASAKI ZX9R (ZX900B)

Im Zuge unserer Motorinstandsetzung und auch während unserer Zeit als KAWASAKI-Motorrad-Vertragshändler wurden wir immer wieder mit der Problematik der sich setzenden Zylinderlaufbüchsen und deren Auswirkungen konfrontiert.  Ein häufiges Beispiel hierfür war die ZX9R ab dem Baujahr 1994, der ZX900B. Gezeigt hat sich dies immer mit Druck im Kühlwasserausgleichsbehälter und Wasserverbrauch, oftmals damit einhergehend auch einer anschließenden Überhitzung des Motors mit teilweise noch weitreichenderen Folgen.  Wie wir von Fahrern außerhalb unseres Kundenstamms erfuhren wurde hier zur Behebung des Schadens nur eine neue Kopfdichtung eingebaut mit der Folge dass binnen kurzer Zeit derselbe Schaden, Wasserverbrauch, Druck im Kühlsystem, wieder auftraten. Jetzt kam die Reparatur der Reparatur weil die Ursache nicht behoben wurde. Aus diesem Umstand heraus haben wir uns der Sache mal angenommen und folgendes festgestellt: Bei Prüfung der Zylinderdichtflächen stellte sich heraus dass die Laufbüchsen gegenüber dem Alublock zurückstanden. Das hat unmittelbar zur Folge dass der innere Rand der Zylinderkopfdichtung keine nötige Vorspannung hat und dem Verbrennungsdruck nicht standhalten kann. Logischerweise haben wir zur Ursachen, Fehler- und Schadensbehebung erst noch einmal auf einer sehr gefühlvoll zu bedienenden Spindelpresse alle Laufbüchsen vorsichtig aber nachhaltig nachgepresst. Dies, damit nach einem Planen des Zylinderblocks und des Zylinderkopfes sich nicht noch einmal, dann eine evtl. andere Laufbüchse setzen kann und die Geschichte wieder von vorne beginnen würde.  Als  Ausgleich für die meist  bei beiden Bauteilen zusammen (Zylinderblock und Zylinderkopf) abgeplanten ca. 25 bis 30/100mm verwenden wir eine 2. Zylinderfussdichtung mit 25/100mm Stärke.  Alle solchermaßen instandgesetzten Motore der ZX9R und auch anderer Baureihen hatten anschließend keinerlei Probleme mehr. Nochmal: Nur wechseln der Zylinderkopfdichtung reicht nicht und verursacht nur unnötige Kosten ohne dass das Ziel erreicht wird: Behebung der Schadensurache und der damit einhergehenden Wirkung.  Ganz nebenbei möchte ich an dieser Stelle noch folgendes erwähnen: Speziell die Zylinderköpf und Zylinderblöcke der Mehrzylindermotorräder sind teilweise sehr labil gebaut, man denke in diesem Falle nur an eine HONDA CBX1000 mit ihrem Sechszylinderblock/-kopf und in der Mitte nur ein schwacher Steg für den Steuerkettenschacht. Alle unsere Zylinderköpfe und Zylinderblöcke werden   n i c h t  , wie allgemein üblich, vorne und hinten quer gespannt, sondern auf massiven T-Nutenschienen  längs gespannt. Nur hierdurch ist gewährleistet  dass sowohl Zylinderblock als auch Zylinderköpfe planparallel zu den gegenüberliegenden, hier Spannflächen wie Zylinderfussebene oder Ventildeckelebene, und damit auch  planparallel zu den Lagergassenbohrungen der Nockenwellen, bearbeitet werden. Durch die Verwendung einer Flächenschleifmaschine in Verwendung mit einem speziell dafür ausgesuchten Schleifstein und wiederum dafür ausgesuchter Schleifemulsion ist es uns möglich in einem Arbeitsgang Bauteile in der Materialkombination Alu und Guss (Alublock mit Gusslaufbüchsen/ Zylinderkopf mit Vorkammern) maßgenau  und ohne Übergänge zu bearbeiten.

 
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